Ameisen - Blattschneider

Ameisen – Allgemeines zu Ameisen

Ameisen (Formicidae)

sind eine Familie der Insekten. Derzeit sind mehr als 13.000 Arten beschrieben, davon etwa 200 in Europa. Ameisen sind in Staaten organisiert (eusozial). Die Staatsgröße variiert in der freien Wildbahn zwischen wenigen hundert Tieren bis hin zu mehreren Millionen Tieren.

Systematik
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Überfamilie: Vespoidea
Familie: Ameisen (lat. Formicidae)

Ameisenkolonie

Ameisenkolonien bestehen mindestens aus 3 Kasten: Königinnen, Arbeiterinnen und Männchen. Diese 3 Kasten sind bei allen Ameisenarten zu finden. Nun wollen wir etwas näher auf die einzelnen Kasten eingehen.

Königin:

Ameisen
Camponotus singularis Königin mit Arbeiterinnen

Die Königin (auch Gyne genannt) ist das Herz der Kolonie. Sie ist für die Produktion der Nachkommen verantwortlich und beschäftigt sich mit der Eiablage. Je nach Art können auch mehrere Königinnen in einer Kolonie leben. Deshalb unterscheidet man hier zwischen Monogynie, Polygynie und Oligogynie.

Monogynie:

Monogynie bedeutet Einweibigkeit und bedeutet das eine begattete, eierlegende Königin in der Kolonie vorhanden ist. Die Kolonie ist also Monogyn. Monogyne Arten dulden keine weitere Königin im Nest.

Polygynie:

Von Polygynie (Mehrweibigkeit) ist die Rede, wenn mehrere begattete und eierlegende Königinnen in der Kolonie vorhanden sind. Bei Polygynen Arten tolerieren sich die Königinnen im gemeinsamen Nest. Eine maximale Anzahl an Königinnen im Nest gibt es nicht.

Oligogynie:

Oligogyne Kolonien haben ebenfalls wie Polygyne Kolonien mehrere Königinnen. Der Unterschied besteht zum einen in der Anzahl der Königinnen (deutlich weniger als bei Polygynie) und die Königinnen tolerieren sich nicht gegenseitig. Wenn sie im gemeinsamen Nest aufeinander treffen würden sie versuchen sich zu töten.

Männchen:

Die männlichen Ameisen (Drohnen, wird bei Ameisen selten verwendet) spielen eine eher geringe Rolle in der Ameisenkolonie. Sie dienen lediglich dazu wärend des Schwarmfluges die Jungköniginnen zu begatten. Nach dem Schwarmflug verenden sie.

Arbeiterinnen:

Arbeiterinnen sind die am zahlreichsten vertretene Kaste im Ameisenvolk. Sie übernehmen sämtliche Aufgaben, von der Brutpflege über Nahrungsbeschaffung bis hin zur Nestverteidigung. Nicht jede Ameisenart besitzt Soldaten. Ein Beispiel hierfür wäre z.B. Pheidole. Einige Arten sind Polymorph, das bedeutet hier gibt es bei den Arbeiterinnen nochmal Unterkasten. Diese sind Minor, Media und Major. Wobei Major hierbei die größten Arbeiterinnen sind. Diese können sogar die Größe der Königin erreichen. Manchmal werden Majore auch als Soldaten bezeichnet.

Ernährung

Bei der Ernährung der Ameisen unterscheidet man unter „Zuckerfresser“, Samenfresser und Pilzzüchter. Die beiden erstgenannten Typen ernähren sich zusätzlich von Insekten (Schaben, Fliegen, Raupen, etc.).

Zuckerfresser:

Ameisen
Ameisen beim Läuse melken

Zuckerfressende Arten leben oft in Symbiose mit Pflanzensaugern. Ein beispiel hierfür sind die Blattläuse, welche von den Ameisen beschützt werden. Sie ernähren sich dann von deren zuckerreichen Ausscheidungen.

Samenfresser:

Ameisen
Ameise beim Transport eines Samens

Die in den Halbwüsten und Steppen vorkommenden Ernteameisenarten  sammeln vor allem Gras- (zum Beispiel Getreide-), aber auch andere Pflanzensamen, die sie massenhaft einlagern und von denen sie sich ausschließlich ernähren. Bei den Ernteameisen gibt es Arbeiterinnen mit vergrößerten Mandibeln (sogenannte Majoren), die ausschließlich die Samen knacken.

Pilzzüchter:

Ameisen - Blattschneider
Ameisen beim Transport von Blattschnitten

Pilz züchtende Ameisen werden auch Blattschneiderameisen genannt. Sie züchten einen Schimmel ähnlichen Pilz von diesem sie sich ernähren. Sie schaffen in größeren mengen Blätter und andere Pflanzenteile heran und zerkauen diesen zu einer breiigen Masse die als Nährboden für den Pilz dient.

 

 

Quellen: zum Teil frei im Internet recherchiert.

Einzelne Textpassagen aus Wikipedia