Ameisennester - Kombiarena

Ameisenarena – Teil des Formicariums

Das Formicarium

Ein Formicarium bezeichnet eine Anlage zur Haltung und Beobachtung von Ameisen. Es besteht mindestens aus einem Nest und einer Ameisenarena. In vielen Fällen wird das Nest mit einem Schlauch oder Acrylglasrohr mit der Arena verbunden. Das Formicarium soll möglichst natürlich für die Ameisen sein. Anderer seits auch genug Einblick in das Leben der Ameisen geben. Auf dieser Seite wollen wir uns die Ameisenarena einmal genauer ansehen.

Informationen zu Nestern findet Ihr hier.

Die Ameisenarena

Als Ameisenarena beizeichnet man den Teil des Formicariums, in dem die Ameisen Furagieren. Das bedeutet, hier jagen die Ameisen Futter, sammeln Wasser und legen auch ihren Müll ab. Bei der Gestaltung der Arena sind der Kreativität nur wenige Grenzen gesetzt. Jedoch sind nicht alle Materialien dazu geeignet. Mehr dazu im DIY Bereich

Eine der häufigsten Fragen am Anfang ist: „Wie groß muss die Arena sein?“ Diese Frage kann man leider nicht pauschal beantworten, da es von mehreren Faktoren abhängt. Zum einen die Koloniegröße, dann die Größe der Art (nicht alle Ameisen sind gleich groß) und den besonderen Ansprüchen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Generell gilt aber das jede Anlage erweiterbar seien sollte um bei wachsender Koloniegröße ein weiteres Nest oder eine weitere Arena anzuschließen.

Als Bodengrund für eine Arena sollte kein zu feinkörniges Material wie Vogelsand verwendet werden. Weil hierauf die Ameisen nicht richtig laufen können. Gut geeignet ist Spielsand, ein Sand-Lehm Gemisch, Gips, Kokoshumus und vieles mehr. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Gerade sehr kleine Arten sind auf Kokoshumus nur schwer zu erkennen. Hier wäre wohl Gips oder ein Sand-Lehm Gemisch die bessere Wahl. Aber am Ende entscheidet euer persönlicher Geschmack was man als Bodengrund nimmt.

Verschiedene Ameisenarenen

Ameisenarenen gibt es in verschiedensten Ausführungen und Preisklassen. Von günstigen Kunststoffdosen bis hin zu großen Glasarenen mit mehreren Anschlussmöglichkeiten ist alles möglich. Auch ausbruchsicher gemachte Terrarien oder Aquarien können verwendet werden.

Die Mini-Arena

Ameisenarena Mini
Mini-Ameisenarena

Eine Mini-Arena dient in erster Linie der Versorgung einer Jungen Kolonie. Hier kann man einfach Futter anbieten ohne immer das Reagenzglas zu öffnen. Dies ist auch die günstigste Möglichkeit für eine Arena. Mit ein bisschen handwerklichen Geschick ist sie schnell selbst gebaut. Die Kosten belaufen sich nur auf wenige Euro.

Ameisenarena Mini
Mini Kombiarena

Als Grundmaterial nimmt man ein kleines Kunststoffgefäß, beispielsweise eine Heimchendose, Ferreroküsschenbox oder Tupperdose. Je nach Größe des Gefäßes kann das Reagenzglasnest direkt in das Gefäß gelegt werden. Durch eine Bohrung in das Gefäß kann das Nest auch mit einem Schlauch angeschlossen werden. Ein wenig Bodengrund sollte auch eingefüllt werden um es etwas natürlicher zu gestalten.

Ameisenarena aus Kunststoff

Ameisenarena
Acrylarena 20 cm x 10 cm x 10 cm

Aufgrund ihres geringen Gewichts sind Ameisenarenen aus Kunststoffboxen oder Arenen aus Acrylglas sehr beliebt. Diese sind einfach zu bearbeiten und lassen sich beliebig mit Anschlüssen versehen. Acrylglasarenen gibt es in diversen Shops fertig zu kaufen. Sie lassen sich aber auch einfach selbst bauen. Acrylglas ist für Regenwaldarenen weniger geeignet, da sich das Acrylglas durch die Feuchtigkeit verziehen kann. Dadurch steigt natürlich das Ausbruchsrisiko durch nicht richtig aufliegende Deckel. Auf den richtigen Ausbruchsschutz ist immer zu achten.

 

Ameisenarena aus Glas

Ameisenarena
Ameisenarena aus Glas

Eine Ameisenarena aus Glas ist vor allem für tropisch feuchte Arenen die erste Wahl. Sie sind jedoch nicht ganz günstig-Der Eigenbau solcher Arenen ist nicht so einfach zu machen. Gerade Löcher für Erweiterungsmöglichkeiten bohren sollte ein bisschen geübt werden. Die Silikonfugen in den Ecken sollten auch so klein wie möglich gehalten werden, da hier der Ausbruchsschutz nicht immer wirksam ist.